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Durststrecken Ursprung unsere Wegenetzes
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124 Beiträge

Durststrecken Ursprung unsere Wegenetzes, 24 Oct. 2013 08:34


„Durststrecken“ Ursprung unseres Wege - und Straßennetzes

Transportbewegungen waren seit Urzeiten abhängig von der Verfügbarkeit über
Wasserstellen.
Folgerichtig entstanden deshalb die ersten langen zusammenhängenden
Streckenführungen unmittelbar entlang der Flüsse. Sie waren die Voaussetzung die logistischen Probleme zu bewältigen. Ein Pferd säuft 40 Liter/Tag. Aber auch eine Fußwanderung mit maximal 20 kg Gepäck (Tornister bei der Wehrmacht) über lange Strecken erfordert eine zuverlässige Versorgung mit Wasser.
Man kann davon ausgehen, dass 30 km/ Tag der maximalen Tagesleistung von Mensch und Tier entsprachen /1/, geprägt auch von dem Bedürfnis den Durst löschen zu müssen. Eine besondere Bedeutung erlangten diese 30 km Tagesleistung im Mittelalter als die deutschen Könige ihre Regierungsarbeit über einen ständig wechselnden Besuch von Könlgpfalzen, die im Abstand von 30 km angelegt waren abwickeln mussten.
ihre Bezeichnung als „Durststrecken“ ist also eine anschauliche und zutreffende Namensgebung
Die ersten langen zusammhängenden Straßen waren die Bernsteinstraßen. Sie verdanken ihre Enstehung und ihre Streckenführung entlang den großen Flüssen oder Stöme einem bevorzugtem Handelsgut, das sich durch einen hohen Wert und ein geringes spezifisches Gewicht auszeichnet, dem Bernstein. Sie kennzeichnen damit eine frühgeschichtliche Globalisierung mit einer ausgepägten Infrastruktur
Mit Fug und Recht ist daher der Titel einer Veröffentlichung /2/
„Am Anfang war die Bernsteinstrasse“ eine sachliche Feststellung und nicht etwa nur ein werbetechnischer Slogan
In der Literatur ist der Verlauf von Bernsteinstrassen angegeben, die eine unmittelbare, dichte Anlehnung an die großen Ströme bestätigen. Das ist für meine Argumentation und Zielstellung das Wichtigste. Ich beschränke mich darauf einige Literaturstellen zu diesen Bernsteinstraßen nur aufzuzählen ohne in irgendwelche Richtungen zu rechieren, /3/, /4/, /5/, /6/, .

Kennzeichnung der Bernsteinstrassen

Bereits 2500 vor Chr. bestanden Handesbeziehungen von der Nordseeküste zu den Hochkulturen im Mittelmeerraum. Haupthandelsgut war Bernstein.
Der Verlauf dieser Straßen kann durch folgende Kriterien beschrieben werden.
Hautkriterium: Entlang der Flüsse, Die wichtigsten Flüsse (Ströme) sind Elbe, Oder Donau, Rhein, Rhone, Don und Dnepr und Flussberbindungen zwischen diesen Hauptströmen mit nur kurzen Unterbrechungen durch Landwege einschießlich vieler Nebenflüsse in Nord-Süd-Richtung
Beispiel: Die so genannte frühe Bernsteinstraße verlief von der Nordseeküste, Elbe aufwärts, Saale aufwärts, Naab abwärts bis Regensburg an der Donau. Von dort den Brenner-Pass überwindend über die Etsch und den Po abwärts bis zum heutigen Venedig.
Als zweites Kriterium kann man Bernstein in archäologischen Funden heranziehen. Auch diese häufen sich entlang der Flüsse
Ein drittes Kriterium kann man in Ortsnamen sehen, die sich aus Eigenschaften des Bernsteines, wie brennen, burn, amber, gles usw. als Bestandteil von Ortsnamen herleiten. Besondes Verdienste hat sich hierbei Herr Joannes Richter aus Backnang erworben /7/.
Hiermit sind Bewegungsrichtungen definiert, die touristisch ausgebaut werden können. Zu den Bernsteinstrassen rechne ich einen breiten Korridor von je 50 km rechts und links der Hauptströme (2 Tagesmärsche).Diese Auslegung der Bernsteinstraßen eröffnet neue Betätigungsfelder für die Geschichtsforschung aber auch für Iniitiatven unternehmungsbereiter Laien
Es ist schon erstaunliche, dass diese einfachen Überlegungen nach denen es möglich ist durch einfache logische Schlussfolgerungen Bewegungslinien, im Besondern touristische Bewegungsrichtungen mit nur geringen Abweichungen von Bewegunsrichtungen, die durch archäologische Funde belegt sind, festzulegen.
Wenden wir uns dem über viele Geschichtsepochen gängigen Tranportmittel, den Pferden zu.
Sie könnten weitere neue Akzente bei der Ausgestaltung eines interessanten„Gesamteuropäischen Projektes“ /8/, /9/ setzen. Darunter ist die touristische Erschließung der Bernsteinstrassen zu verstehen. Denkbar wäre Initiatoren mit profunden Kenntnissen in der Pferdehaltung zu ermutigen und mit Anreizen zu unterstützen, entlang der Bernsteinstraßen Pferdehöfe im Sinne von Karawansereien s.o. zu errichten. Solche touristischen Dienstleistungen würden sicher von Touristen entlang der Bernsteinstraßen akzeptiert werden.

Man sollte sich aber mit der Errichtung und Förderung solcher Pfrerdehöfe nicht nur auf Trassen entlang der Bernsteinstraßen im Sinne des o.g. gesamteuropäischen Projektes beschränken, sondern die umfassendere Wertung des Begiffes „Bernstein“ in die Errichtung und Förderug von Pferdehöfen und anderer touristischer High Lights einbeziehen, im Besondern da es hierzu bereits ein begrüssenswertes Beispiele gibt.

Der Landtag von Sachsen-Anhalt, das Landesamt in Halle und die Stadtentwicklungsgesellschaft Bitterfeld hatten bereits am 24. 05. 2013
aus Anlass einer Tagung zum Thema Bergbaufolgelandschaften beschlossen als Alleinstellungsmerkmal der Stadt Bitterfeld im Wasserturm in Bitterfeld ein Bernsteinzimmer zu errichten. Das sollte man verallgemeinern.

Bernstein ist auch an verschieden Orten im Binnenland gefunden worden, so im Havelgebiet im märkischem Land, gefunden in den Talsandflächen des Thom- Eberswalder Urstromtales, beim Bau des Finowkanales und auch im Umfeld von Pretsch , /10/, und Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg
Bemerkenswert ist auch in diesem Zusammenhang ein Zitat von Theodor Fontane /12/ in Lehmlagern in der Feldmark Lindow befindet sich Bernstein
„und zwar in erheblicher Menge. Die meisten Stücke sind haselnußgroß und somit ohne besonderen Wert, es finden sich aber auch Stücke von der Größe einer Faust, dabei sehr schön, die bis zu fünfundzwanzig Talern verkauft werden. Wer solch Stück findet, hat einen Festtag.“
Es sei mir gestattet dieser kurzen Abhandlung, die aus Hinweisen meiner Tochter, einer Pferdeliebhaberin, entstanden ist, noch einige philosophische weltanschauliche Betrachtungen hinzu zu fügen: Aus dem Umstand, dass ohne den fördernden Hinweisen meiner Tochter dieser Beitrag nicht antstanden, also nichts passiert wäre, ziehe ich die Schlussfolgerung, dass die Gewinung und Förderung von Mitarbeiter oder Mitgestaltern aus dem riesigen Reservoir der Laien oder Ehrenamtlichen unverzichtbar ist, um im volkswirtschaftlichen Sinne neue Ansichten und Ideen zu generieren. Ich habe mich viel mit Problenen der Ideenfindung befasst und bin zu der Erkenntnis und Überzeugung gelangt, dass die Fähigkeitkeit Ideen zu kreieren durch die Gauss-Verteilung (die berühmte Glockenkurve) beschrieben werden kannn. Die einzige nutzbringende Schlussfolgerung, die man aus diesem Sachverhalt ziehen kann besteht darin, den Kreis der Beleigten an einem Ideenfindungsprozess so groß wie möglich zu spannen. Mehr dazu in meiner Homepage < www.bernsteinstrasse.de >, sowie einer Broschüre unter dem Tittel: Ideen, Wahrheit und Freiheit, abrufbar bei der Deutschen Nationlbibliothek unter: < dnb.d-nb.de >
Leider ist der von mir vertretene Standpunkt, dass die Leistungsfähigkeit der Menschen auf den verschiedenen Gebieten unterschiedlich ist durch ideologische Vorbehalte belastet und nicht zu vermitteln. Das ist ein massiver Eingriff in die Meinungsfreiheit initiert durch die Medien! Wer ist nun der wirklich Benachteiligte? Derjenige, der gestützt auf ein von den Medien perfekt organisiertes Meinungsmonopol risikolos auf seinen Standpunkt (die gleiche, aber nicht vorhandene Leistungsfähigkeit aller Menschen) beharrt?
Oder Derjenige, der keine Chancen hat, seine Meinungen gegen das Meinungsmonopol erfolgreich zu verbreiten? Wo bleibt die Chancengleichheit? Das wäre doch einmal ein Thema, wert in Talkshows zu erörtern. Das wird sehr wahrcheinlich nicht passieren und sollte deshalb zu denken geben.
Literaurverzeichnis
/1/ Wikipedia, Suchwort: Königspfalzen

/2/ Martin Schweiger, Am Anfang war die Bernsteinstrasse (als CD)

/3/ Christa Stahl, Mitteleuropäische Bernsteinfunde von der Frühbronze - bis
zur Frühlate‘nezeit, C 2006, Verlag J. H. Röll GmbH, Dettelbach
ISBN: 3-89754-245-5 Abbildung Transkontinentale Bernsteinstraßen S.335

/4/ Gisela Wolterman, Die praehistorischen Bernsteinartefakte aus Deutschland
vom Paläolithikum bis zur Bronzezeit, Inaugural-Dissertation zur Erlangung
des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der Westfälischen
Wilhelms-Universität zu Münster (Westf.)
vorgelegt von Gisela Woltermann aus Münster (Westf.) 2012. Seite 340
Die Bernsteinstraßen nach de Navarro 1925, Map 1.

/5/ G. Ludwig, Sonnensteine, DDR-Verlag die Wirtschaft

/6/ Zwei weitere im Internet Unter Suchwort: Bernsteinstraßen

/7/ Richter Joannes, Die Rekonstruktion der Bernsteinstraße und der
tuitschen Religon, in Verbindung mit Abbildungen für das
Internetmanuskript.
Das vollständige Manuskript zu diesen Kurzfassungen wurde veröffentlicht
im: R. G. Fisher Verlag, Frankfurt/Main,Titel: „ Der Brenner & Tuisc Kodex
Billiographische Details sind im Internet über: dnb.ddb.de abrufbar

/8/ URL: www.bernsteinstrasse.de

/9/ Zur Machbarkeit des Gesamteuropäischen Projektes:
Pers. Mitteilung von Dr. Zich vom 3. 09 2013 vom Landesamt für
Denmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

/10/ Hinweise von Joannes Richter in der Website www.bernsteinstrasse.de

/11/ Joannes Richter in Website <www.bernsteinstrasse.de>


Bad Schmiedeberg, den 24. 10. 2013 Martin Schweigerwww.bernsteinstrasse.de info@bernsteinstrasse.de
 
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