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Bernsteinstraßen, Nachträge zum Meinungsbildungsprozess
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124 Beiträge

Bernsteinstraßen, Nachträge zum Meinungsbildungsprozess, 26 Nov. 2013 15:04


Bernsteinstraßen, Nachträge zum Meinungsbildungsprozess.
Bericht und Schlussfolgerungen zu einer wissenschaftlichen Veranstaltung am 23. 05.2013 in Bitterfeld. (Vorschlag u.a.: Ausbau der Urstraßen, der Bernsteinstraßen zu einem völkerverbindenden, gesamteurpopäischem Projekt)

In eine geologische Tagung zum Thema „Bergbaufolgen“ war ein Vortrag zum Thema Bernsteinstraßen eingeordnet worden.
Genaue Angaben zur Ankündigung:
Wissenschaftliche Tagung, Veranstalter nachzulesen:
bergbaufolgen.de
öffentlicher Abendvortrag , Do. 23. 05. 2013 kostenlos!
Ort: Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, Lindenstraße 27
19: 00
Harald Meller, Direktor des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Halle)
Bernstein auf dem Weg durch Mitteldeutschland nach Mykene und Rom:
Funde entlang der Handelslinie zwischen Saale und Elbe. Bernstein als Schmuck und Tauschmittel im Altertum.
Der Vortrag wurde von Dr. Wunderlich vom Landesamt gehalten. Er vermittelte Einblicke über die archäologische Arbeit des Landesamtes und interessante Ansichten antiker Autoren zur Deutung der Entstehung des Bernsteins, den unterschiedlichen Bezeichnungen (hergeleitet aus Amber, brennen, glas, pyr usw.) der kulturellen Bedeutung und Verwendung des Bernsteines und in einer modern anmutenden Kritik (Plinius?) an fehlenden wissenschaftlichen Untersuchungen zur Erklärung seiner Eigenschaften und seiner Entstehung in der Frühgeschichte
Es wurden unmittelbar nach der Augrabung geöffnete Urnen gezeigt und deren Aufbereitung erläutert. Breiten Raum nahm die Anwendung infrarotspektroskopischer Methoden beim analytischen Nachweis baltischen Bernsteins (Succinit) ein. Neu und wichtig für mich war die vermittelte Erkenntnis, dass ein zerstörungsfreie Untersuchung nicht möglich ist. Es muss aus dem Inneren eines zu unteruchenden Bernteines Material entnommem werden und in einem aufwendigen Prozess aufgearbeitet werden.
Dazu musste das Landesamt mit dem Landeskriminalamt kooperieren.

Soviel zum Vortrag, in der folgenden Diskussion wurden Fragen zu den unterschiedlichen Bernsteinarten (zum Beispiel sizilianischen Bernstein) und der Verbreitung des baltischen Bernsteins einschliesslich den aus archäologischen Funden gestellt.
Ich selbst habe wahrgenommen, einige meiner Ansichten zum Thema erstmalig vor einem größerem Gremium (ca. 50 Teilnehmer) darzustellen.
So die Empfehlung die Vermarktung der Bernsteinstraßen in bestehende Tourismuskonzepte einzuordnen, In Verbindung mit der Frage ob eine solche touristische Vermarktung für die in der Vortragsankündigung (Prof. Dr. Meller) genannten Handelslinie zwischen Saale und Elbe beabsichtigt ist. Ich konnte meiner Enttäuschung Audruck verleihen, dass meine jahrelangen Bemühungen -Ich möchte ergänzen: auch die Bemühungen der Diskutanten im und zum Forum meiner Homepage, wie Dr. Willing aus Dessau, Herr Richter aus Backnang, Herr Pollmann aus Augsburg und (10) weitere - um eine touristische Vermarktung der Bernsteinstraßen ingoriert und boycottiert worden sind.
Ich konnte den Vorschlag zum Ausdruck bringen, die Bernsteinstraßen zu einem völkerverbindenden gesammteuropäischen Projekt auszubauen, für das sicher auch EU-Fördermittel beansprucht werden können.


Immehin wurde mir von einem guten Freund nach der Tagung mitgeteilt, dass meine Bemerkungen die Reaktion ausgelöst haben, dass der Landtag von Sachsen-Anhalt, das Landesamt in Halle und die Stadtentwicklungsgesellschaft die Einrichtung eines Bernsteinzentrums im Wasserturm in Bitterfeld als Alleinstellungsmerkmal der Stadt Bitterfeld planen!
Diese erfreuliche Entwicklung möchte ich zum Anlass nehmen, meine Meinung zu erläutern, wie ich mir die Gestaltung des völkerverbindenden gesameuropäischen Projektes vorstelle und dazu einige Fragen aufwerfen.
Zur Realisierung dieses Projektes sind viele Vorbehalte auszuräumen.
Natürlich gibt es nur wenige Artefakte, die den Ausbau einer Bewegungsrichtung in Richtung der Bernsteinstrassen herausfordern würden. Deutschland verfügt aber über eine gute Infrastruktur, die überall den Ausbau touristischer Routen ohne großen Aufwand erlaubt. Gegen die sich aber etablierte Lobbys vermutlich weiterhin zur Wehr setzen würden. Wie kann diese verhängsnisvolle Einstellung durchbrochen werden?
Das kann durch niveauvolle Vorträge in Verbindung mit PR-Aktivitäten ereicht werden. Hier sind Politik und Medien gleichermaßen gefordert, die vorbehaltlose Durchführung solcher Veranstaltungen durchzusetzen. Ich werde versuchen, soweit das in meinen Kräften steht, staatliche und öffentliche Gremien um Unterstutung zu bitten.
Ich lasse mich dabei von folgender Übrlegung leiten:
Gegenwärtig wird in der Politik ein großes Gefälle in den Beschäftigungszahlen in Europa beklagt.
Ich kann deshalb nicht nachvollziehen, weshalb mit den Bernsteinstraßen nicht ein völkerverbindendes Gemeinschaftsprojekt in Angriff genommm wird, mit dessen Ausbau viele Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Ich stehe dabei zudem noch untern dem überwältigende Eindruck des Gemeinschaftsgefühles, das durch die Flutkatastrophe sichtbar geworden ist.
Zu empfehlen und sehr wünschenswert wäre natürlich die Bildung eines Vereins
„Bernsteinstraßen“ als hervorgehobene EU-Tourismusdestination, dem Vertreter aller gesellschaftlichen Kräfte, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und vor Allem Vertreter aus den Hochschulen angehören sollten. Ein Vertreter aus den Hochschulen und Universitäten sollte den Vorsitz übernehmen.
Doch auch mit dem Ausbau einer neuen Tourismusdestination unter der Bezeichnung „Seminartourismus“ bestehen darüber hinaus mannigfache Möglichkeiten den Bekanntheitsgrad des Themas „Bernsteinstraßen“, zu erhöhen. Das sowohl mit der Gewinnung von Referenten als auch damit, Mut für Eigeninitiativen aufzuzeigen.
Kleine Busunternehmer könnten zum Beispiel auf eigene Faust Tagesreisen zum Kennenlenen von Abschitten der Bernsteinstrassen organisieren (so genannte Rentnerfahrten) und darauf bauen mit einem Partner (niveuvoller Vortrag) einen nachhaltigen Erfolg einzufahren. Sie könntern vielleicht im Direktkontakt die einvernehmliche Verwendung des Videos von Timo Ibsen erwirken
Erstausstrahlung von ARTE am 02. 06. 2013 (www.youtube.com. Bensteinstrasse eingeben) ebenso die Verwendung des Buches von Gisela Graichen/Alexander Hesse, die Bernsteinstrasse, Verborgene Handelswege zwischen Ostsee und Nil, Copyright by Rowohlt Verlag GmbH, Lizenz durch ZDF Enterprises GmbH, ISBN: 978 3498 025229
Sie soltten auch versuchen Sponsoren aus der Wirtschaft zu gewinnen
Sie könnten versuchen Refereranten aus Hochschulen und der Bundeswehr zu gewinnen
Chancen rechne ich mir besonders bei der Bundeswehr aus.
Wenn zum Beispiel an der Nordwestecke des Harzes bei Kalefeld sich ein römisch-germanisches Schlachtteld unmittelbar mit Zeugnissen aus den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkrieges berührt, so zeigt das eindruckvoll wie sehr die geologisch-geographischen Bedingungen kriegerische Auseinandersetzungen bedingt haben.
Das trifft auch für fast alle kriegerischen Auseinandersetzungen zu. (Stoff für viele Seminare!). Als Beispiel seinen hier nur die Schlachtfelder in den Befreiungskriegen gegen Napoleon genannt, Sie liegen Alle im Umfeld der Bernsteinstrasse.

Welchen weiteren Fragen könnte sich der Seminartourismus zuwenden, um
ein großes Publikum zu erreichen. Das könnten sein:
Welchen Bewegungsrichtungen folgte die Ausbreitung der Refomation?
Welcher gesellschaftlichen Entwicklungsstufe entsprach die Bernsteinstraße?
Zu welcher sozialen Klasse gehörten die Bernsteinhändler
Waren Bernsteinhändler in der Urbevölkrung integriert?
Welche Rolle spielte die vermutlich kommunistisch organisierte Landwirtschaft in den mitteldeutschen Hochkulturen (Nebra, Goseck)
Was führte zum Zusammenbruch der Bernsteinstraßen?
Mögliche Antwort:
Die Hanse mit anderen Transportwegen und/oder der Zusammenbruch der durchgehenden bis in den Orient führenden Globalisierung infolge der Auseinandersetzungen zwischen Christentum und Islam (Kreuzzüge).
(Zu beachten und zu nutzen ist, dass zu diesen Themen bereits Hinweise in Abhandlungen verschiedener Autoren vorliegen!

Unter Vorbehalten könnte ich eine Niederschrift unter den Titel „Am Anfang war die Bernteinstrasse“ zur Informationsgewinnung beisteuern (hier auch eine Auflistung der Schlachtfelder aus der deutschen Geschichte)

Auch meine Homepage bietet viel Material, das unter der Überschrift „Meinungen zur Bernsteinstraße“ genutzt werden kann.

Hinweisen möchte ich auch auf das Forum der Website „Varusschlacht-am-harz.de, in der eine geschlossene Abhandlung über den Seminartourismus zu finden ist.

Hinweis: Heimat Kalender 2010, Landkreis Wittenberg, Drei Kastanien Verlag, M.Schweiger, Erreichten die Römer die Elbe, Seite 136.

Abschließend noch der Hinweis, dass ich selbst als persönliche Aufgabe die Resonanz auf diese Niedenschrift ausloten will.

Mit freundlichen Grüßen M. Schweiger



Sehr geehrter Herr Schweiger,

das neue Artikel hat mir sehr gut gefallen, Sie haben sehr viele neue und
interessante Aspekte aufgebracht. Auch die Einbindung der Frage nach den
"Transporthilfen" wie Last- und Reittiere, die wohl auf Anregung Ihrer Tochter
zurückgeht, ist ein spannendes Thema und spielte bei Handel und Austausch
immer eine große Rolle. Es gibt dazu sehr viel Literatur aus der Archäologie,
eine der aktuellsten Veröffentlichungen ist der Band über die Ausstellung
"Pferdestärken - Das Pferd bewegt die Menschheit" von 2007 in Mannheim, die
Sie vielleicht interessieren könnte:
http://www.gbv.de/dms/hebis-darmstadt/toc/186619286.pdf

Viele herzliche Grüße,
Gisela Woltermann


martin schweiger schrieb am 2013-10-26:
Sehr geehrte Frau Dr. Woltermann;
Könnte anliegender Aufsatz trotz einiger unüblicher Formulierungen in
Hochschulkreisen Zustimmung finden, vielleicht sogar in Richtung
weiterführender Arbeiten fortgeführt werden?

„Durststrecken“ Ursprung unseres Wege - und Straßennetzes

Transportbewegungen waren seit Urzeiten abhängig von der
Verfügbarkeit über
Wasserstellen.
Folgerichtig entstanden deshalb die ersten langen zusammenhängenden
Streckenführungen unmittelbar entlang der Flüsse. Sie waren die
Voraussetzung die logistischen Probleme zu bewältigen. Ein Pferd
säuft 40 Liter/Tag. Aber auch eine Fußwanderung mit maximal 20 kg
Gepäck (Tornister bei der Wehrmacht) über lange Strecken erfordert
eine zuverlässige Versorgung mit Wasser.
Man kann davon ausgehen, dass 30 km/ Tag der maximalen Tagesleistung
von Mensch und Tier entsprachen  /1/, geprägt auch von dem Bedürfnis
den Durst löschen zu müssen. Eine besondere Bedeutung erlangten diese
30 km Tagesleistung im Mittelalter als die deutschen Könige ihre
Regierungsarbeit über einen ständig wechselnden Besuch von
Könlgpfalzen, die im Abstand  von 30 km angelegt waren abwickeln
mussten.
ihre Bezeichnung als  „Durststrecken“ ist also eine anschauliche und
zutreffende Namensgebung
Die ersten langen zusammhängenden Straßen waren die Bernsteinstraßen.
Sie verdanken ihre Enstehung und ihre Streckenführung entlang den
großen Flüssen oder Stöme einem bevorzugtem Handelsgut, das sich
durch einen hohen Wert und ein geringes spezifisches Gewicht
auszeichnet, dem Bernstein. Sie kennzeichnen damit eine
frühgeschichtliche Globalisierung mit einer ausgepägten Infrastruktur
Mit Fug und Recht ist daher der Titel einer Veröffentlichung /2/
„Am Anfang war die Bernsteinstrasse“ eine sachliche Feststellung und
nicht etwa nur ein werbetechnischer Slogan
In der Literatur ist der Verlauf von Bernsteinstrassen angegeben, die
eine unmittelbare, dichte Anlehnung an die großen Ströme bestätigen.
Das ist für meine Argumentation und Zielstellung das Wichtigste. Ich
beschränke mich darauf einige Literaturstellen zu diesen
Bernsteinstraßen nur aufzuzählen ohne in irgendwelche Richtungen zu
rechieren, /3/, /4/, /5/, /6/, .

Kennzeichnung der Bernsteinstrassen

Bereits 2500 vor Chr. bestanden Handesbeziehungen von der
Nordseeküste zu den Hochkulturen im Mittelmeerraum. Haupthandelsgut
war Bernstein.
Der Verlauf dieser Straßen kann durch folgende Kriterien beschrieben
werden.
Hautkriterium: Entlang der Flüsse, Die wichtigsten Flüsse (Ströme)
sind Elbe, Oder, Donau, Rhein, Rhone, Don und Dnepr und
Flussberbindungen zwischen diesen Hauptströmen mit nur kurzen
Unterbrechungen durch Landwege einschießlich vieler Nebenflüsse in
Nord-Süd-Richtung
Beispiel: Die so genannte frühe Bernsteinstraße verlief von der
Nordseeküste, Elbe aufwärts, Saale aufwärts, Naab abwärts bis
Regensburg an der Donau. Von dort den Brenner-Pass überwindend über
die Etsch und den Po abwärts bis zum heutigen Venedig.
Als zweites Kriterium kann man Bernstein in archäologischen Funden
heranziehen. Auch diese häufen sich entlang der Flüsse
Ein drittes Kriterium kann man in Ortsnamen sehen, die sich aus
Eigenschaften des Bernsteines, wie brennen, burn, amber, gles usw.
als Bestandteil von Ortsnamen herleiten. Besondes Verdienste hat sich
hierbei Herr Joannes Richter aus Backnang erworben /7/.
Hiermit sind Bewegungsrichtungen definiert, die touristisch ausgebaut
werden können. Zu den Bernsteinstrassen rechne ich einen breiten
Korridor von je 50 km rechts und links der Hauptströme (2
Tagesmärsche).Diese Auslegung der Bernsteinstraßen eröffnet neue
Betätigungsfelder für die Geschichtsforschung aber auch für
Iniitiatven unternehmungsbereiter Laien
Es ist schon erstaunliche, dass diese einfachen Überlegungen nach
denen es möglich ist durch einfache logische Schlussfolgerungen
Bewegungslinien, im Besondern touristische Bewegungsrichtungen mit
nur geringen Abweichungen  von Bewegunsrichtungen, die durch
archäologische Funde belegt sind, festzulegen.
Wenden wir uns dem über viele Geschichtsepochen gängigen
Tranportmittel, den Pferden zu.
Sie könnten weitere neue Akzente bei der Ausgestaltung eines
interessanten„Gesamteuropäischen Projektes“ /8/, /9/ setzen. Darunter
ist die touristische Erschließung der Bernsteinstrassen zu verstehen.
Denkbar wäre Initiatoren mit profunden Kenntnissen in der
Pferdehaltung zu ermutigen und mit Anreizen zu unterstützen, entlang
der Bernsteinstraßen Pferdehöfe im Sinne von Karawansereien s.o. zu
errichten. Solche touristischen Dienstleistungen würden sicher von
Touristen entlang der Bernsteinstraßen akzeptiert werden.

Man sollte sich aber mit der Errichtung und Förderung solcher
Pfrerdehöfe nicht nur auf Trassen entlang der Bernsteinstraßen im
Sinne des o.g. gesamteuropäischen Projektes beschränken, sondern die
umfassendere Wertung des Begiffes „Bernstein“ in die Errichtung und
Förderug von Pferdehöfen und anderer touristischer High Lights
einbeziehen, im Besondern da es hierzu bereits ein begrüssenswertes
Beispiele gibt.

Der Landtag von Sachsen-Anhalt, das Landesamt in Halle und die
Stadtentwicklungsgesellschaft Bitterfeld hatten bereits am 24. 05.
2013
aus Anlass einer Tagung zum Thema Bergbaufolgelandschaften
beschlossen als Alleinstellungsmerkmal der Stadt Bitterfeld im
Wasserturm in Bitterfeld ein Bernsteinzentrum zu errichten. Das sollte
man verallgemeinern.

Bernstein ist auch an verschieden Orten im Binnenland gefunden
worden, so im Havelgebiet im märkischem Land, gefunden in den
Talsandflächen des Thom- Eberswalder Urstromtales, beim Bau des
Finowkanales und auch im Umfeld von Pretsch , /10/, und Bad
Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg
Bemerkenswert ist auch in diesem Zusammenhang ein Zitat von Theodor
Fontane /12/  in Lehmlagern in der Feldmark Lindow befindet sich
Bernstein
„und zwar in erheblicher Menge. Die meisten Stücke sind haselnußgroß
und somit ohne besonderen Wert, es finden sich aber auch Stücke von
der Größe einer Faust, dabei sehr schön, die bis zu fünfundzwanzig
Talern verkauft werden. Wer solch Stück findet, hat einen Festtag.“

Es sei mir gestattet dieser kurzen Abhandlung, die aus Hinweisen
meiner Tochter,  einer Pferdeliebhaberin, entstanden ist, noch einige
philosophische weltanschauliche Betrachtungen hinzu zu fügen: Aus dem
Umstand, dass ohne den fördernden Hinweisen meiner Tochter dieser
Beitrag nicht antstanden, also nichts passiert wäre, ziehe ich die
Schlussfolgerung, dass die Gewinung und Förderung von Mitarbeiter
oder Mitgestaltern aus dem riesigen Reservoir der Laien oder
Ehrenamtlichen unverzichtbar ist, um im volkswirtschaftlichen Sinne
neue Ansichten und Ideen zu generieren. Ich habe mich viel mit
Problenen der Ideenfindung befasst. Aufhänger war für mich die „Messe
der Meister von Morgen“ in der DDR ( in der BDR „ Jugend forscht“)
für meine Leistungen auf diesem Gebiet gesellschaftlicher Arbeit bin
ich übrigens mit den „Arthus-Becker-Medaillien in Silber und Gold  (
höchste Auszeichnungen des DDR - Jugendverbandes „ freis Deutsche
Jugend“ (FDJ) ausgezeichnet worden. Im Gegensatz zu den jetzt
definierten Erziehungszielen habe ich in meiner damaligen MMM-Arbeit
konsequent den Leistungstandpunkt vertreten und auch vertreten
dürfen!

Ich bin zu der Erkenntnis und Überzeugung gelangt, dass die
Fähigkeitkeit Ideen zu kreieren durch die Gauss-Verteilung (die
berühmte Glockenkurve) beschrieben werden kannn. Die einzige
nutzbringende Schlussfolgerung, die man aus diesem Sachverhalt ziehen
kann besteht darin, den Kreis der Beteiligten an einem
Ideenfindungsprozess so groß wie möglich zu spannen. Mehr dazu in
meiner Homepage < www.bernsteinstrasse.de >, sowie einer Broschüre
unter dem Tittel: Ideen, Wahrheit und Freiheit, abrufbar bei der
Deutschen Nationalbibliothek unter: < http://dnb.d-nb.de >

Leider ist der von mir vertretene Kern-Standpunkt, dass die
Leistungsfähigkeit der Menschen auf den verschiedenen Gebieten
unterschiedlich ist durch ideologische Vorbehalte belastet und schwer
zu vermitteln. Das ist ein massiver Eingriff in die Meinungsfreiheit,
initiert durch die Medien!  Wer ist nun der wirklich Benachteiligte?
Derjenige, der gestützt auf ein von den Medien perfekt organisiertes
Meinungsmonopol, risikolos auf seinen Standpunkt (die gleiche, aber
nicht vorhandene Leistungsfähigkeit aller Menschen) beharrt?
Oder Derjenige, der keine Chancen hat, seine Meinungen gegen das
Meinungsmonopol erfolgreich zu verbreiten? Wo bleibt die
Chancengleichheit? Das wäre doch einmal ein Thema, wert in Talkshows
zu erörtern. Das wird sehr wahrcheinlich nicht passieren und sollte
deshalb zu denken geben. Wenn ich dennoch, mich auf diesem, für mich
aussichtslosem Gebiet bewege, so lasse ich mich davon leiten, Wege
auf zu zeigen, Außenseiter zu ermutigen, eigene Ideen und Ininativen
zu enwickeln sowie eine Gemeinschaftesarbeit einzugehen. Das Thema
„Gesamtreuropäisches Projekt“ könnte mit professioner Hilfe durch
PR-Fachleute, die auch noch Unschlüssige mitnehmen können zu einem
erfolgreichen Unternehmen gestaltet werden. Ich selbst habe meine
Grenzen, besonders unter Berücksichtigung einiger gesundheitlicher
Handicaps erreicht. (Was ich zum Beispiel mit diesem Aufsatz
bewerkstelligt habe, ist immer noch besser als zu resignieren!)

Literaurverzeichnis

/1/   Wikipedia, Suchwort: Königspfalzen

/2/   Martin Schweiger, Am Anfang war die Bernsteinstrasse (als CD)

/3/   Christa Stahl, Mitteleuropäische Bernsteinfunde von der
Frühbronze - bis
      zur Frühlate‘nezeit, C 2006, Verlag J. H. Röll GmbH,
      Dettelbach
      ISBN: 3-89754-245-5  Abbildung Transkontinentale
      Bernsteinstraßen S.335

/4/  Gisela Wolterman, Die praehistorischen Bernsteinartefakte aus
Deutschland
      vom Paläolithikum bis zur Bronzezeit, Inaugural-Dissertation
      zur Erlangung
      des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der
      Westfälischen
      Wilhelms-Universität zu Münster (Westf.)
      vorgelegt von Gisela Woltermann aus Münster (Westf.) 2012.
      Seite 340
      Die Bernsteinstraßen nach de Navarro 1925, Map 1.

/5/  G. Ludwig, Sonnensteine, DDR-Verlag die Wirtschaft

/6/   Zwei weitere im Internet  Unter Suchwort: Bernsteinstraßen

/7/   Richter Joannes, Die Rekonstruktion der Bernsteinstraßen und
der
      tuitschen Religon, in Verbindung mit Abbildungen für das
      Internetmanuskript.
      Das vollständige Manuskript zu diesen Kurzfassungen wurde
      veröffentlicht
      im: R. G. Fisher Verlag, Frankfurt/Main,Titel: „ Der Brenner &
      Tuisc Kodex
      Billiographische Details sind im Internet über:
      http://dnb.ddb.de abrufbar

/8/   URL: www.bernsteinstrasse.de

/9/   Zur Machbarkeit des Gesamteuropäischen Projektes:
      Pers. Mitteilung von Dr. Zich vom 3. 09 2013 vom Landesamt für
      Denmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

/10/ Hinweise von Joannes Richter in der Website
www.bernsteinstrasse.de

/11/  Joannes Richter in Website


Bad Schmiedeberg, den 24. 10. 2013     Martin Schweiger



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Geändert von >igel am 26.Nov.2013 15:42
 
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