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eigene Gerichtsbarkeit entlang der Bernsteinstraßen
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124 Beiträge

eigene Gerichtsbarkeit entlang der Bernsteinstraßen, 15 Jul. 2014 16:21




Zur eigenständigen Gerichtsbarkeit entlang der Bernsteinstrassen, M. Schweiger, Bad Schmiedeberg, 28. 06 2014

Verlautbarungen des Landesamtes für Archäologie Halle (Saale) enthalten wichtige Infomationen.
So eine Veröffentlichung unter dem Titel „So blutig waren die Totenrituale unserer Vorfahren“ (erreichrbar unter diesem Suchtitel über Google, Stand
06. 2014 !)
Einige Aussagen in dieser Publikation sind allerdings erklärungsbedürftig

Wie sind die genannten beiden großen Fundorte einzuordnen und zu kennzeichnen?
Der Fundort Naunburg (2005) bezieht sich auf die Beschreibung der Fundsituation von 13 Skeletten mit “zahlreichen Spuren brutaler Gewaltanwendung“
Für mich als Außentehenden kann nicht nachvollzogen werden, wieso durch die Vorstellung des Fundzusammenhangs von Verwandten der Frauen ein Massaker veranstaltet worden war.
Mich würde interessieren, ob an dieser Fundstelle auch Prunkäxte zum Einsatz
kamen, übersät mit Piktogrammen, ähnlich einer Schrift „Diese Menschen konnten die Zeichen mit Sicherheit lesen“ So Schunk, Mitarbeiter des Landesmuseums Halle.
Wie den Verlautbarungen des Landesmuseums entnommen werden kann, sind solche Prunkäxte aber mit Sichenheit am Fundort Salzmünde (2007) in Nachbarschaft von Dolau, Kröllwitz, Giebichenstein gefunden worden. Sie symbolisieren den Gebrauch einer Schriftsprache als Kennzeichnungsmerkmal einer Hochkultur!
Daraus ergibt sich eine andere Deutung der Funde. Kennzeichnen sie wirklich Opfer eines mysteriösen Ahnenkults?
Kann es sich nicht um Hinrichtungen gehandelt haben, ausgeführt von einer
wehrhaften „Administration“, die sich entlang der Bernsteinstraßen etabliert hatte? Hier gab es wirklich viel zu verteidigen, materiell in Bezug auf das wertvolle Handelsgut Bernstein und ideell in Bezug auf die Verteidigung der erungenen Freiheitsrechte.Man vergegenwärtige sich nur einmal mit welcher Härte und Grausamkeiten auch jetzt noch solche Auseinandersetzungen geführt werden, besonders wenn noch ideologische Meinungsverschiedenheiten im Spiel sind.Hier gilt nach Schiller eines:
Gefährlich ist’s den Leu zu wecken und schrecklich ist des Tigers Zahn, doch der Schrecken aller Schrecken ist der Mensch in seinem Wahn.
Dazu noch einen Versuch das in Versform in englisch auszudrücken:
It’s dangerous to wake the lion and terrible the tigers teeth, but the horror of all horrors the human is by his ideologies.
Die Verhaltensäußerungen und Verhaltensstrategen der Menschen haben sich seit Urzeiten nicht geändert, sie sind bestimmender Wesenszug des Homo sapiens.
Deshalb meine ich, die vorstehend erläuterte Interpretation der Funde des Landesmuseums vertreten zu können.
Selbstverständlich ist es jedem Leser überlassen der Argumentation zu folgen

Ich jedenfalls folge aus tiefster Überzeugung der Vision, aller offenkundigen Ignorierung zum Trotz, dass alle Meinungssäußerungen Ansatzpunkte für neue Erkenntnisse enthalten und dass deshalb die Nutzung vieler, vieler Meinungsäußerungen, besonders auch die von Nichtarchäologen ein Kriterium wirtschaftlicher Venunft sind!

Das Gebiet zwischen Elbe und Saale, vielleicht noch umfangreicher, die Routen entlang der Bernsteinstraßen waren Ausnahmeregionen, die in Urzeiten einem besonderem Rechtsverständnis unterworfen waren,
Ich selbst jedenfalls mag nicht an unnormale menschliche Verhaltensweisen glauben, die darin zum Ausdruck kommen, in den archäologichen Funden des Landesmuseums Opfer eines mysteriösen Ahnenkultes zu sehen, Vorstellungen, in denen in der Vergangenheit sogar einem “rituellen Kannibalismus“ das Wort geredet worden ist (siehe meine Homepage <www.bernsteinstrasse.de> Beiträge im Forum vom !5.Oct. 2008 21:37 17. Oct 2008 16:42 20. Oct 2008 20:43

Ich mag einfach nicht von Kanibalen abstammen!

In den nächsten Tagen werde ich noch einige Anregungen zur Entschlüsselung
der „Schriftsprache“ hier im Forum zur Diskussion stellen!

Mit freundlichen Grüßen M. Schweiger
 
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